Unsere Mission –
artgerechte Husky-touren
Der Hundeschlittentourismus boomt in Finnland, Schweden und Norwegen – doch die Standards für Tierschutz, Regulierung und deren Umsetzung unterscheiden sich zwischen den Ländern teilweise erheblich.
Dadurch fällt es Besuchern oft schwer, ein klares Bild davon zu gewinnen, wie verantwortungsvolle und wirklich ethische Huskyfarmen aussehen sollten.
Wir setzen uns für höhere und einheitlichere Standards im Hundeschlittentourismus in nordischen Ländern ein, indem wir Transparenz fördern, Aufklärungsarbeit leisten und den Tierschutz konsequent in den Mittelpunkt stellen – unabhängig von nationalen Vorgaben.
Wir sind überzeugt, dass Gäste bei der Wahl eines Schlittenhundeerlebnisses Klarheit statt Verwirrung verdienen. Und Schlittenhunde verdienen – unabhängig davon, wo sie eingesetzt werden – stets die gleiche Fürsorge und den gleichen Schutz.
Unsere Arbeit basiert auf Aufklärung, Transparenz und dem Anspruch, bestehende Branchenstandards kontinuierlich zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
Anhebung des Standards im Hundeschlitten-tourismus
Vertrauen durch Transparenz und klare Kriterien
Für Besucher ist es oft schwierig, den Hundeschlittentourismus richtig einzuordnen. Standards, Vorschriften und Tierschutzpraktiken unterscheiden sich teilweise erheblich – sowohl zwischen einzelnen Anbietern als auch zwischen den Ländern. Dadurch fällt es nicht immer leicht, wirklich verantwortungsvolle Betriebe zu erkennen.
Deshalb legen wir die Mindeststandards, die wir von allen Partnerzwingern erwarten, offen und nachvollziehbar dar. So können sich Besucher genau darüber informieren, welche Anforderungen wir in Bezug auf Tierwohl, Lebensbedingungen, Betriebsabläufe und die tägliche Versorgung der Hunde stellen.
Unser Ziel ist es, Unsicherheiten bei der Entscheidungsfindung zu reduzieren und Gästen die Informationen an die Hand zu geben, die sie benötigen, um Hundeschlittenangebote auf Grundlage von Fakten statt von Marketingversprechen zu bewerten.
Indem wir unsere Standards transparent kommunizieren, möchten wir zu einer verantwortungsvolleren und besser informierten Tourismusbranche in Finnland, Schweden und Norwegen beitragen.
Um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, haben wir unsere Mindestanforderungen sowie unseren Bewertungsprozess weiter unten auf dieser Seite ausführlich veröffentlicht.
Dort erfahren Sie im Detail, welche Standards unsere Partnerbetriebe erfüllen müssen und wie wir die auf unserer Plattform vertretenen Anbieter bewerten, begleiten und regelmäßig überprüfen.
Aufklärung Über Schlittenhunde-sport und
-Tourismus
Neben dem Fokus auf das Tierwohl verstehen wir Aufklärung als eine unserer zentralen Aufgaben.
Viele Besucher erleben das Hundeschlittenfahren zum ersten Mal in Skandinavien und wissen nur wenig über das Leben, das Training und die Arbeit von Schlittenhunden. Gleichzeitig ist die Branche komplex, und Einblicke in die tatsächlichen Bedingungen sind von außen oft nur schwer zu gewinnen.
Mit klaren Informationen und verständlichen Erklärungen helfen wir unseren Gästen, die Realität des Hundeschlittentourismus besser zu verstehen – von der täglichen Versorgung der Hunde und den saisonalen Abläufen bis hin zu den Unterschieden zwischen verschiedenen Haltungsformen und Betriebsmodellen.
Wir sind überzeugt, dass gut informierte Gäste bessere Entscheidungen treffen, die richtigen Fragen stellen und zu einer verantwortungsvolleren Zukunft des Hundeschlittentourismus beitragen können.
Deshalb veröffentlichen wir regelmäßig Artikel in unserem Blog über das Wohlbefinden von Schlittenhunden, aktuelle Tourismuspraktiken sowie das Hundeschlittenfahren als Sport.
Wir laden Sie ein, weiterzulesen und dabei neue Perspektiven, wertvolle Einblicke und fundierte Hintergrundinformationen zu entdecken.
Wir sind der Ansicht, dass Gäste bei der Auswahl eines Schlittenhundeerlebnisses Klarheit und nicht Verwirrung verdienen.
Und Schlittenhunde verdienen beständige Pflege und Schutz, egal wo sie arbeiten.
Tierschutzstandards -
Die wir von allen Partnern fordern
Um ein einheitliches Niveau des Tierschutzes bei allen von uns angebotenen Erlebnissen zu gewährleisten, verlangen wir von allen unseren Partner-Huskyfarmen, dass sie einen klar definierten Mindeststandard erfüllen.
Diese Anforderungen bilden die Grundlage jeder Zusammenarbeit und gelten unabhängig von der jeweiligen Landesgesetzgebung. In einigen Fällen orientieren sie sich an den nationalen Bestimmungen der nordischen Länder, FREKE hat aber auch eine Reihe zusätzlicher Kriterien entwickelt, die auf praktischen Erfahrungen in der Schlittenhundebranche basieren. Diese Kriterien spiegeln wider, was unserer Ansicht nach zu einer hohen Lebensqualität für Arbeitsschlittenhunde beiträgt.
Diese Standards wurden in sorgfältiger Absprache mit Renn- und Touristenbetrieben sowie privaten Mushern entwickelt. Ziel war es, einen Rahmen zu schaffen, der dem Tierschutz Priorität einräumt und gleichzeitig für den Schlittenhundebetrieb realistisch und wirtschaftlich tragfähig ist.
Wir sind der Überzeugung, dass ein sinnvoller Wandel in der Branche nur dann möglich ist, wenn die Standards sowohl ethisch vertretbar als auch praktisch umsetzbar sind.
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Alle Schlittenhunde müssen in einem Zwinger oder bei Rudelhaltung in einem entsprechend großen Gehege gehalten werden. Dieser hat die gesetzlich vorgeschriebene Größe und ist in einem einwandfreien Zustand. In einem Zwinger leben mehrere Hunde gemeinsam. Huskies sind Rudeltiere und es ist besonders wichtig, dass sie genügend Sozialisierungsmöglichkeiten haben. Auf mehrtägigen Expeditionstouren ist das Verbringen der Hunde an einen Stake-out erlaubt. In einigen Ländern ist die Haltung von Hunden an Ketten noch immer erlaubt. Wir lehnen diese Form der Unterbringung jedoch grundsätzlich ab.
Im Vergleich zu einer ausreichend großen und gut ausgestatteten Zwingeranlage schränkt die Kettenhaltung die Bewegungsfreiheit des Hundes deutlich stärker ein. Zudem bietet sie dem Hund weniger Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, seine Umgebung zu erkunden oder natürliche Verhaltensweisen auszuleben. Wir sind der Auffassung, dass Hunde eine Umgebung verdienen, die ihnen ausreichend Platz, Schutz, Beschäftigung und soziale Kontakte ermöglicht. Deshalb setzen wir auf andere Haltungsformen und schließen dauerhafte Kettenhaltung aus.
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Die Betriebe benötigen eine Futterküche in einem beheizten Raum mit fließendem Wasser und Einrichtungen zur Lagerung bzw. zum Auftauen von gefrorenem Fleisch für die Fütterung. Außerdem benötigen sie einen Reinigungsplan für die wichtigsten Hundeutensilien wie Näpfe, Wassereimer usw. Die Hunde müssen eine hochwertige, bedarfsgerechte Ernährung erhalten. Nur eine ausreichende Versorgung mit Energie, Proteinen, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen ermöglicht es ihnen, die von ihnen geforderte Leistung zu erbringen und sich nach körperlicher Belastung zu regenerieren. Eine gute Ernährung trägt außerdem wesentlich zur Erhaltung der Gesundheit bei, unterstützt das Immunsystem, den Muskelaufbau, die Gelenkfunktion sowie die allgemeine körperliche und mentale Fitness. Mangelernährung oder eine unausgewogene Fütterung können hingegen zu Leistungseinbußen, gesundheitlichen Problemen und einer verminderten Lebensqualität führen.
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Die für die Touren eingesetzten Hunde haben mindestens einen Ruhetag pro Woche und ausreichende Regenerationszeiten . Wir erwarten von den Farmen, die mit uns zusammenarbeiten, dass sie die Trainings,-Arbeits,- und Ruhezeiten nachvollziehbar dokumentieren, gleiches gilt für die gelaufenen Kilometer. Auch die Läufigkeiten der Hündinnen sollen aufgezeichnet werden.
Leider wird das Arbeitspensum der Schlittenhunde gesetzlich nicht kontrolliert. In manchen Hundeschlitten-Firmen werden keine Aufzeichnung geführt, was dazu führt dass diese den Überblick verlieren und es manche Hunde gibt die das vielfache von anderen laufen müssen.
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Jede Huskyfarm muss ein ausreichend großes Freilaufgehege für die Hunde besitzen. Die Hunde müssen täglich Zugang zu diesem Freilauf erhalten.
Die Zwinger bzw. die Gehege müssen über eine ausreichende Anzahl von Hundehütten in der zulässigen Größe verfügen. Da dies in den verschiedenen Ländern unterschiedlich ist, gelten natürlich die Regeln vor Ort. Darüber hinaus sollen die Hunde trockene Liegeflächen zur Verfügung haben. Sonnensegel oder Dächer sollen im Sommer im Zwinger für Schatten sorgen, so dass die Hunde nicht dauerhaft der Sonne ausgesetzt sind.
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Die Huskyfarm soll einen beheizten Raum haben, in dem verletzte oder kranke Hunde versorgt werden können bzw. sich nach einer Operation o.Ä. erholen, bzw Welpen geboren werden können. Es soll Personal vor Ort sein, das Anweisungen der Tierärzte umsetzen und erlaubte Behandlungen vornehmen können. Es soll der Grundsatz gelten, dass verletzte oder kranke Hunde umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden. Der Abschluss einer Krankenversicherung für alle Hunde wird als Bonus verstanden.
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Guides und Handler bekommen eine umfassende Ausbildung vor der Saison. Faire Bezahlung ist selbstverständlich. Die Angestellten haben gesetzlich regulierte Arbeitszeiten. Die Qualifikation und die faire Behandlung von Mitarbeitenden haben einen direkten Einfluss auf das Wohl der Hunde. Gut ausgebildete Guides erkennen gesundheitliche oder verhaltensbezogene Probleme frühzeitig, können die Belastung der Hunde besser einschätzen und treffen fundierte Entscheidungen im Sinne des Tierwohls. Gleichzeitig sorgen die Einhaltung von Arbeitsgesetzen, angemessene Arbeitszeiten und eine faire Bezahlung dafür, dass Mitarbeitende motiviert, ausgeruht und langfristig im Betrieb tätig bleiben. Überlastetes oder schlecht geschultes Personal kann den Bedürfnissen der Hunde oft nicht in dem Maß gerecht werden, wie es für eine verantwortungsvolle Haltung und Nutzung erforderlich ist. Gute Arbeitsbedingungen für Menschen sind daher auch ein wichtiger Baustein für gute Lebensbedingungen der Hunde.
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Jeder Partnerbetrieb soll über ein nachvollziehbares Konzept für Hunde verfügen, die altersbedingt oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Tourbetrieb eingesetzt werden können.
Hierzu gehören insbesondere die Vermittlung in geeignete private Haushalte oder der Verbleib im Kennel unter Bedingungen, die dem Alter und Gesundheitszustand des Hundes gerecht werden.
Eine Euthanasie darf ausschließlich aus veterinärmedizinischen Gründen und im Interesse des Wohlergehens des Hundes erfolgen. Eine Euthanasie aus wirtschaftlichen Gründen lehnen wir ausdrücklich ab.
Anerkennung höherer Standards im Tierschutz
Unsere Mindestanforderungen bilden die Grundlage für alle Partner-Huskyfarmen. Gleichzeitig wissen wir, dass einige Betriebe diese Vorgaben deutlich übertreffen.
Diese Anbieter setzen zusätzliche Maßnahmen um, die das Wohlbefinden, die Lebensbedingungen und die Lebensqualität ihrer Hunde weiter verbessern. In vielen Fällen gehen ihre Praktiken sowohl über unsere Mindestanforderungen als auch über die geltenden nationalen Vorschriften in Finnland, Schweden und Norwegen hinaus.
Um dieses Engagement sichtbar zu machen und zu fördern, nutzen wir auf unserer Plattform ein einfaches Anerkennungssystem.
Betriebe, die unsere Mindeststandards in mindestens drei zentralen Bewertungskriterien übertreffen, erhalten eine zusätzliche Auszeichnung in Form eines zweiten Sterns auf ihrem Tourprofil. Dieser Stern signalisiert Gästen, dass der Betrieb ein überdurchschnittliches Engagement für Tierwohl und verantwortungsvolle Hundeschlittenpraktiken zeigt.
Darüber hinaus verleihen wir jährlich den FREKE Animal Care Award an den Betrieb, der unter allen auf unserer Plattform vertretenen Anbietern das höchste Niveau an Tierwohl, Pflege und Lebensqualität für seine Hunde nachweist.
Die Auszeichnung wird jedes Jahr neu bewertet, um sicherzustellen, dass sie aktuelle Praktiken und kontinuierliche Exzellenz widerspiegelt – und nicht ausschließlich vergangene Leistungen. Der diesjährige Preisträger wird am 1. September bekannt gegeben.
Wir sind überzeugt, dass die Sichtbarkeit besonders vorbildlicher Betriebe positive Impulse für die gesamte Schlittenhundebranche setzen und zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Standards beitragen kann.
Wichtiger Hinweis: Die FREKE-Sterne sind keine Zertifizierung und kein Gütesiegel. Sie stellen eine von FREKE vorgenommene Einordnung dar, welche über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehenden Tierwohlstandards ein Anbieter nach unseren veröffentlichten Kriterien erfüllt.
Der Betreiber erfüllt alle Mindestanforderungen von FREKE.
Der Betreiber übertrifft unsere Standards in mindestens drei Bereichen.
“Freke Animal Care Award 2026”
Wie wir Partner-huskyfarmen bewerten und kontrollieren
Alle auf FREKE gelisteten Betriebe verpflichten sich zur Einhaltung der Standards, die in unseren Mindestanforderungen und unserem fortlaufend weiterentwickelten ethischen Rahmenwerk festgelegt sind.
Die Einhaltung dieser Standards bewerten wir anhand einer strukturierten Kombination verschiedener Maßnahmen. Dazu gehören der regelmäßige Austausch mit den Betreibern, die direkte Kommunikation mit Mitarbeitenden sowie die Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen und interner Dokumentationen. Darüber hinaus besuchen wir jeden Partnerbetrieb im ersten Jahr der Zusammenarbeit mindestens einmal persönlich, um uns ein eigenes Bild von den Betriebsabläufen, den Haltungsbedingungen und dem Umgang mit dem Tierwohl zu machen.
Diese Maßnahmen ermöglichen uns fundierte und aktuelle Einschätzungen. Dennoch ist FREKE keine Regulierungs- oder Aufsichtsbehörde und kann keine kontinuierliche oder lückenlose Überwachung der Partnerbetriebe gewährleisten.
Unsere Aufgabe besteht darin, klare Erwartungen zu definieren, die Transparenz in der Hundeschlittenbranche zu fördern und auf Grundlage verfügbarer Informationen sowie direkter Beobachtungen sorgfältige Bewertungen vorzunehmen.
Sollten begründete Bedenken hinsichtlich des Tierwohls entstehen, behalten wir uns das Recht vor, weitere Untersuchungen einzuleiten und bei Bedarf Betriebe von unserer Plattform zu suspendieren oder auszuschließen.
Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und eine konstruktive Zusammenarbeit bilden die Grundlage all unserer Partnerschaften und Entscheidungen.
Du hast noch fragen?
Michelle hilft dir gerne weiter!